Wettbewerbe
Wettbewerbskultur am Gymnasium Allee
Wozu Wettbewerbe?
Seien wir ehrlich: Die Teilnahme an einem Schülerwettbewerb ist mühsam! Ein spontan faszi-nierendes Thema erweist sich als harter Brocken, methodische Hürden tauchen auf, das Zeitbudget wird knapp. Der Lehrer ist übermotiviert und seine Hilfe wird als Bevormundung emp-funden. Oder er bremst durch geringes Interesse die Eigeninitiative des Schülers. Schnell schwindet der nötige lange Atem, das Wettbewerbsprojekt gerät in Gefahr. Und trotzdem finden sich an unserer Schule immer wieder Schüler, Schülergruppen und Klassen (und sie be-gleitende Lehrer), die sich der Herausforderung stellen und uns durch ihre Hartnäckigkeit und ihren Elan begeistern.
Der pädagogische Wert liegt auf der Hand: Wettbewerbe können ein ideale Ergänzung des zeitgemäßen, handlungs- und kompetenzorientierten Unterrichts sein. Selbstständiges Arbeiten erfährt eine besondere Würdigung. Schüler verlassen ihre normale Schulsituation, widmen sich neuen Lernräumen, bewegen sich hinein in die Praxis oder eignen sich Techniken wissenschaftlichen Arbeitens an (Wissenschaftspropädeutik in der Oberstufe, erstes Herantasten an forschendes Lernen in den unteren Klassen). Talente und Begabungen werden sichtbar, Begabtenförderung möglich. Die Aussicht auf Belohnung und Würdigung ist ein legitimer, primärer Anreiz, die Dynamik des eigenen Projektes verspricht im Idealfall zudem Inspiration, Befriedigung und ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Lehrer und Schüler üben sich im gegenseitigen Zuhören, pflegen Partizipationskultur und schulische Demokratie, der Lehrer findet besser als im Regelunterricht in seine Rolle als Mentor und „Coach".
Die Allee: zeigen, wer wir sind und was wir können!
Das Gymnasium Allee ist eine äußerst wettbewerbsfreundliche Schule: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler beteiligen sich Jahr für Jahr an den unterschiedlichsten Wettbewerben - sehr aktiv in Mathematik und den Naturwissenschaften, immer wieder auch in den Sprachen, in Kunst und Musik, entsprechend unserer gesellschaftlich heterogenen, aufgeschlossenen und sich gerne einmischenden Schülerklientel zudem ganz stark in den sozialwissenschaftlichen Fächern - Politik, Geschichte und Geographie. Aufgrund unserer starken Verankerung im Stadtteil gilt ein besonderes Interesse dem Experimentierfeld und Themenlieferanten Altona. Und auch die spezifische Geschichte und Identität unserer Schule und unseres historischen Schulgebäudes inspirierte und inspiriert unsere Schüler zu bemerkenswerten Wettbewerbsbeiträgen. Nicht zu vergessen: Im Sport sind wir immer ganz vorne dabei!
Beispiele aus dem laufenden Jahr:
- „Jugend forscht": Johann Schmidt und Julian Bresler wurden für ihre Untersuchungen zur Strömungstechnik ausgezeichnet und erhielten den Sonderpreis von AIRBUS.
- Fabian Frank und Katarina Nikolic aus dem Geschichte/Kunst-Profil WELTBIL-DER/BILDERWELTEN (S1) haben sich erfolgreich für das bemerkenswerte Projekt "Wie wollt ihr euch erinnern" beworben. Beide werden im kommenden halben Jahr mit anderen ausge-wählten Schülern unter der Leitung der KZ Gedenkstätte Neuengamme und in Zusammenarbeit mit Historikern und Architekten die Gestaltung des "Dokumentations- und Informationszentrums Hannoverscher Bahnhof" planen.
- Lili Schröder (10c) war beim 32. Internationalen Städtewettbewerb Mathematik erfolgreich.
- Die Mädchenmannschaft des Jahrgangs 5/6 ist frischgebackener Hamburger Vizemeister im Judo!
- Das GyA bereitet sich auf seinen ersten Einsatz im renommierten Wettbewerb JUGEND DEBATTIERT vor. Integriert in den Unterricht und später zusätzlich in einer AG werden wir unsere Kandidaten in der Kunst des Debattierens fit machen und hoffen auf den Einzug ins Landesfinale im Hamburger Rathaus (vielleicht sogar ins Finale in Berlin - den Bundespräsidenten beeindrucken)!
Andreas Möller
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